Daniela van Santen Coaching

Eifersuchtssprechstunde

Krankhafte Eifersucht – nicht nur die eifersüchtige Person leidet: Für den Partner wird die Beziehung auch unerträglich

Misstrauen, Kontrolle, Klammern, Fragen nach Beweisen für Aufenthaltsorte etc. bestimmen eine Liebesbeziehung mit einem krankhaft eifersüchtigen Partner.

Der krankhaft Eifersüchtige kontrolliert enge Beziehungen des Partners und bewertet sie negativ, wenn sie zu innig sind. Dazu gehören auch Beziehungen zu Freunden und sogar zu Familienangehörigen. Ein krankhaft eifersüchtiger Mensch versucht schlussendlich seinen Partner zu isolieren um die völlige Kontrolle zu bekommen.

So beeinträchtigt die Eifersucht die Lebensqualität des Eifersüchtigen und auch die des Partners stark. Und beide leiden gleichermaßen. Der unschuldige, treue Partner ist zutiefst verletzt, wenn wieder und wieder unterstellt wird, dass belogen, betrogen und hintergangen wird.

Symbol Eifersucht: Eine zerbrochene Tasse auf dem Boden. Daneben ein Handfeger und eine Kehrschaufel.

Das zerstörte oder nicht vorhandene Vertrauen führt auf Dauer dazu, dass die Beziehung nicht mehr fortgeführt werden kann.

Die Alarmglocken läuten, wenn sich Betroffene nicht mehr auf ihre Arbeit konzentrieren können, wenn es immer die gleichen argwöhnischen Gedanken sind, die im Kopf Amok laufen und nicht mehr abzustellen sind.

Hier setzt mein Coaching an.

Eines der Hauptmerkmale für krankhafte Eifersucht ist das Checking. Das bedeutet, dem Partner hinterherzuspionieren, ein permanentes Kontrollieren. Taschen und Schränke werden durchsucht nach Beweisen für den Verdacht, E-Mail-Accounts werden durchforstet, SMS gelesen, Tracker installiert, Telefonate mitgehört und so weiter. Es folgen wiederkehrende Anschuldigungen und verhörähnliche Gespräche, die in manchen Fällen auch in körperlicher Gewalt enden können.

Eifersucht ist ein rauschartiger Erregungszustand im Gehirn. Adrenalin, Noradrenalin, Dopamin und Serotonin feuern unkontrolliert durcheinander und sind nicht mehr in einen Balancezustand zu bringen. In solchen Momenten fühlt sich die eifersüchtige Person der Situation völlig hilflos ausgeliefert.

Eine sozial verträgliche Form der Eifersucht ist ganz normal und gehört in fast jede Beziehung. Sie kann, bis zu einem gewissen Grad, sogar beziehungsfördernd sein. Hier handelt es sich um die normale, reaktive Eifersucht. Sie beruht auf Tatsachen, z.B., wenn Ihr Partner mit einer anderen Person heftig flirtet oder wenn tatsächlich ein Fremdgehen stattgefunden hat.

Bedruckte farbige Papierbögen. Auf dem obersten steht das Wort Treue.

Bei der krankhaften, misstrauischen Eifersucht wird ohne tatsächlichen Grund an der Treue und Liebe des Partners gezweifelt. Das Rebecca-Syndrom ist ein Beispiel für krankhafte Eifersucht. Es ist eine zwanghafte Eifersucht auf Ex-Partner und vorherige Beziehungen.
Bei der krankhaften Eifersucht kommt der Eifersüchtige zwischendurch aber immer wieder zu der Einsicht, dass er sich geirrt hat, oder irren könnte. Er realisiert, dass er geliebt wird und wie der Partner unter den falschen Verdächtigungen leidet. Er entschuldigt sich.

Die dritte Form ist der Eifersuchtswahn. Leider wird diese Form sehr häufig mit der krankhaften Eifersucht verwechselt.  Der Eifersuchtswahn ist eine sehr sehr seltene Form. Diese Eifersucht kann – im Gegensatz zur krankhaften Eifersucht – nicht mehr kontrolliert werden. Für den Eifersüchtigen ist die Gewissheit für die Untreue unumstößlich wahr. Es gibt keinerlei Einsicht oder Einlenken mehr.

Die krankhafte Eifersucht ist häufig ein Epiphänomen bei zum Beispiel Depressionen oder Angsterkrankungen.

Ein geringes Selbstwertgefühl, Selbstzweifel, Verlustängste und auch pures Besitzdenken führen nicht selten zu krankhafter Eifersucht.

Weiterhin gibt es tatsächlich körperliche Ursachen, die eine krankhafte Form der Eifersucht mit sich ziehen. Ein Beispiel sind hormonelle Störungen.

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