Logo Daniela van Santen, Foto: Petra Wedler

EIFERSUCHT

Zerstörerische Liebe: Wenn Eifersucht die Beziehung in Gefahr bringt

Eine sozial verträgliche Form der Eifersucht ist ganz normal gehört in fast jede Beziehung und kann bis zu einem gewissen Grad sogar beziehungsfördernd sein. Wenn Kontrolle, Klammern und Misstrauen, ständige Fragen nach dem Tun und Beweisen dazu führen, dass die Lebensqualität des Eifersüchtigen und des Partners stark beeinträchtigt wird, dann kann Eifersucht eine Beziehung zerstören.

Eifersucht ist ein rauschartiger Erregungszustand im Gehirn. Adrenalin, Noradrenalin, Dopamin und Serotonin feuern unkontrolliert und sind nicht mehr in einen Balancezustand zu bringen. Die Alarmglocken läuten, wenn sich Betroffene nicht mehr auf ihre Arbeit konzentrieren können, wenn es immer die gleichen argwöhnischen Gedanken sind, die in ihren Köpfen Amok laufen. Eines der Hauptmerkmale für krankhafte Eifersucht ist das Checking, dem Partner hinterher spionieren, das permanente kontrollieren. Taschen und Schränke werden durchsucht nach Beweisen für den Verdacht, E-Mail-Accounts werden durchforstet, SMS gelesen und so weiter. Das alles wird von wiederkehrenden lautstarken Anschuldigungen begleitet und endet nicht selten mit körperlicher Gewalt.“

Formen und Ursachen der Eifersucht:

  • Normale, reaktive Eifersucht
    • Beruht auf Tatsachen und Fakten
  • Krankhafte, misstrauische Eifersucht
    • Hier wird ohne Grund an der Treue des Partners oder der Liebe gezweifelt. Diese Form ist am weitesten verbreitet.
  • Eifersuchtswahn
    • Die Grenze der Normalität wird überschritten, die Eifersucht verselbstständigt sich und kann nicht mehr kontrolliert werden. Der Eifersuchtswahn ist die seltenste Form, wenn auch die bekannteste.

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